Punë në Gjermani

Banking-Betrug: Albanien und Taiwan zerschlagen globale Betrugsringe


Die albanische Staatspolizei hat ein koordiniertes Betrugsschema identifiziert, das massiv gegen Nutzer von Online-Banking-Diensten vorgeht. Nach offiziellen Angaben nutzen die Täter SMS-Nachrichten und den Messenger-Dienst WhatsApp, um potenzielle Opfer unter dem Vorwand offizieller Bankmitteilungen zu kontaktieren. Ziel des Angriffs ist der Diebstahl von sensiblen Zugangsdaten für das E-Banking, Einmal-Passwörtern (OTPs) sowie Kreditkartendaten.

Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, keine Links in unaufgefordert erhaltenen Kurznachrichten zu öffnen. Die Direktion für Cybercrime-Ermittlungen betonte die Wichtigkeit, Passwörter, PINs oder OTPs niemals an Dritte weiterzugeben und im Zweifelsfall nur offizielle Kommunikationskanäle der jeweiligen Institute zu nutzen. Betroffene, deren Daten bereits kompromittiert wurden, sollten umgehend ihre Bank kontaktieren und die Kriminalpolizei informieren.

International operierende Betrugsringe in Taiwan zerschlagen

Zeitgleich zu den Warnungen in Europa berichten die Sicherheitsbehörden in Taiwan von einem Schlag gegen ein globales Netzwerk organisierter Kriminalität.

Die dortige Polizei deckte einen Betrugsring auf, der gezielt im Ausland lebende Taiwanesen und Chinesen in den USA, Japan und Kanada ins Visier nahm. Den Ermittlungen zufolge floss jährlich eine Summe von über NT$ 5 Milliarden (entspricht etwa US$ 156 Millionen) über dieses Netzwerk nach China ab.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden mehr als 20 Verdächtige festgenommen, darunter auch Mitglieder der sogenannten Bambus-Union. Es handelt sich laut Polizeibericht um den ersten Fall, in dem organisierte taiwanesische Kuriergruppen systematisch in den Vereinigten Staaten operierten.

Die Täter setzten spezialisierte Teams ein, die jeweils für etwa einen Monat im Ausland blieben, um Beute abzuholen. Die Gelder wurden anschließend in Kryptowährungen umgewandelt und nach Taiwan, China sowie Kambodscha transferiert.

Massive Vermögensschäden durch persönliche Übergaben

Wie weitreichend die Schäden durch derartige Netzwerke sein können, zeigt der Fall eines Opfers namens Hsu aus Kalifornien. Die über 80-jährige Person verlor insgesamt NT$ 89,26 Millionen (rund US$ 2,79 Millionen) an die Organisation. Der Betrug wurde über 17 persönliche Treffen abgewickelt, bei denen Bargeld und Gold übergeben wurden.

Auch innerhalb Taiwans verzeichneten die Behörden in den vergangenen Monaten verschiedene Betrugsmaschen. In Kaohsiung wurde eine Frau namens Hu gerichtlich dazu verurteilt, NT$ 4,95 Millionen Schadensersatz zu leisten. Sie hatte ihre Online-Banking-Zugangsdaten über den Dienst LINE geteilt, woraufhin ihr Konto für fünf Überweisungen genutzt wurde, um ein anderes Opfer um den genannten Betrag zu betrügen.

Ebenfalls in Kaohsiung verlor eine 48-jährige Frau NT$ 2,93 Millionen durch ein als „KI-Einlagen“ getarntes Betrugsschema. In diesem Zusammenhang konnte die Polizei am 13. August einen 50-jährigen Verdächtigen bei einer geplanten Geldübergabe festnehmen.

Prävention durch aufmerksame Dienstleister

In anderen Fällen verhinderte die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern im Dienstleistungssektor größere Schäden. In Taichung entging eine 63-jährige Frau einem Verlust von fast NT$ 2 Millionen. Sie war auf ein gefälschtes Investment-Schema hereingefallen, das mit dem Namen von Nvidia-CEO Jensen Huang warb. Erst die Intervention eines Pfandleihhauses, das die Polizei alarmierte, stoppte die Transaktion.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Tainan, wo Postmitarbeiter einen Mann daran hinderten, NT$ 250.000 abzuheben. Den Angestellten waren verdächtige Apps auf dem Mobiltelefon des Kunden aufgefallen, woraufhin sie die Sicherheitskräfte verständigten und so eine Investition in ein betrügerisches System verhinderten.

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