
Die «Flamingo-Revolution»: warum Tausende gegen die albanische Regierung protestieren
Die «Flamingo-Revolution» – warum es längst um mehr als ein Ferienresort geht
An der südalbanischen Adriaküste soll ein riesiges Luxusresort entstehen. Auftraggeber ist die Familie Trump. Während Tausende Albanerinnen und Albaner protestieren, spottet Premier Edi Rama über sie.
«Albanien steht nicht zum Verkauf», rufen die Demonstrierenden auf den Strassen Albaniens. Seit mehreren Wochen protestieren Tausende von ihnen mit Albanien-Flaggen und übergrossen Flamingo-Figuren.
Der Grund für die Proteste ist ein geplantes Luxusresort an der südalbanischen Küste und auf der Insel Sazan. Das riesige Resort soll in unmittelbarer Nähe zu einem Naturschutzgebiet entstehen, einem Gebiet, in dem Hunderte von Zugvogelarten leben, darunter auch Flamingos.
Hinter dem umstrittenen Milliardenprojekt stecken Ivanka Trump, die Tochter von Donald Trump, und ihr Ehemann Jared Kushner. Die Proteste richten sich aber vor allem an die albanische Regierung – insbesondere an Premierminister Edi Rama. Er spielte von Anfang an eine wichtige Rolle im Projekt und während die Proteste im Land zunehmen, verhöhnt er die Protestierenden.
Was sagt das über den Zustand des Landes aus? Was ist an dieser Protestwelle aussergewöhnlich? Und welche Auswirkungen könnten die Proteste haben?
In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» ordnet Auslandredaktor Enver Robelli die Ereignisse rund um die albanische Protestwelle «Flamingo-Revolution» ein.
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