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Dua Lipa gegen Trump-Schwiegersohn Kushner: Streit um Luxusresort in Albanien


Albaniens Flamingo-Revolution erhält prominente Unterstützung: Popstar Dua Lipa hat sich hinter die seit Wochen andauernden Proteste gegen ein milliardenschweres Luxusresort von Jared Kushner gestellt. Kushner ist mit Ivanka Trump verheiratet und damit der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.

„Ich finde es so inspirierend zu sehen, wie sehr den Menschen die Sache am Herzen liegt“, sagte Lipa in ihrem Podcast „Service95 Book Club“. Dort sprach sie mit der albanischen Autorin und Politikwissenschaftlerin Lea Ypi über die Protestbewegung und die politische Entwicklung des Landes.

Dua Lipa wurde in London als Tochter kosovo-albanischer Eltern geboren und verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Pristina. Ihre Wortmeldung wurde von den Organisatoren der Proteste begeistert aufgenommen. Vor allem für viele junge Albaner sei die Sängerin ein Idol, sagte Aleksander Trajce von der Naturschutzorganisation PPNEA dem Guardian.

Dua Lipa kritisiert Gesetzesänderung

Die Kritik der 30-Jährigen richtet sich vor allem gegen das Vorgehen der albanischen Regierung. Das Parlament hatte im Dezember 2024 die gesetzlichen Bestimmungen geändert und damit Bauvorhaben in ökologisch sensiblen Gebieten erleichtert. „Was ich wirklich bedenklich finde, ist das Prinzip, dass die Regierung einfach das Gesetz ändern kann, um den Umweltschutz ohne jede öffentliche Konsultation aufzuheben“, sagte Lipa. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Kushner an der Gesetzesänderung beteiligt war.

Nach Angaben von Lipas Plattform Service95 ging es in dem Gespräch auch um die Frage, wem die wirtschaftliche Entwicklung Albaniens zugutekommt und wie Bürger politische Macht kontrollieren können. Die derzeitigen Demonstrationen seien die bedeutendsten seit dem Ende des Kommunismus.

Flamingos werden zum Symbol des Widerstands

Das von Kushners Investmentfirma Affinity Partners unterstützte Projekt sieht Luxushotels und Ferienanlagen auf der bislang unbewohnten Insel Sazan sowie an der Küste bei Zvërnec vor. Die Region gehört zum ökologisch wertvollen Feuchtgebiet Vjosa-Narta. Dort leben Flamingos, Mittelmeer-Mönchsrobben und Meeresschildkröten.

Die Flamingos sind inzwischen zum Symbol des Widerstands geworden. Demonstranten ziehen mit aufblasbaren und überdimensionalen Flamingo-Figuren durch Tirana. Auf ihren Plakaten stehen Sätze wie „Albanien steht nicht zum Verkauf“ und „Ich will kein Albanien wie Dubai“.

Die Proteste begannen Ende Mai, nachdem an dem geplanten Standort in Zvërnec Stacheldrahtzäune errichtet worden waren und Baumaschinen auftauchten. Bei Auseinandersetzungen mit privaten Sicherheitskräften wurden mehrere Menschen verletzt. Inzwischen demonstrieren seit mehr als sechs Wochen regelmäßig Tausende Menschen gegen das Projekt und die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama. Reuters

Regierung will Luxusprojekt durchsetzen

Rama verteidigt das Vorhaben als historische Investition und Chance für den albanischen Tourismus. „Es besteht absolut keine Möglichkeit, dass die Investition gestoppt wird, solange ich hier bin“, sagte der Regierungschef im Juni. Die Proteste richten sich mittlerweile auch gegen ihn persönlich.

Die Projektentwickler versichern, verantwortungsvoll vorzugehen. Ihr Ziel seien Umweltschutz, neue Arbeitsplätze und langfristige Vorteile für die örtliche Bevölkerung. Naturschützer bezweifeln dagegen, dass ein Tourismuskomplex dieser Größenordnung mit dem Schutz des Feuchtgebiets vereinbar ist.

Auch die Europäische Kommission hat Albanien aufgefordert, bei dem Projekt die Umweltvorschriften der Europäischen Union einzuhalten. Das Land ist Beitrittskandidat und strebt eine Aufnahme in die EU bis 2030 an.

Ermittlungen um Grundstücke des Resorts

Zusätzlichen politischen Sprengstoff liefert eine Untersuchung der albanischen Sonderstaatsanwaltschaft SPAK. Sie verdächtigt einen Geschäftsmann aus Miami, Eigentumsurkunden für Grundstücke gefälscht zu haben, die später für rund 110 Millionen Euro an eine am Resort beteiligte Gesellschaft verkauft wurden. Die Staatsanwaltschaft ließ das Geld auf einem Notarkonto einfrieren.

Der Geschäftsmann bestreitet die Vorwürfe. Gegen Kushner, die Projektentwickler oder andere Investoren wird in diesem Zusammenhang kein Fehlverhalten behauptet. Nach Recherchen von Reuters gibt es auch keine Hinweise darauf, dass ihnen die Verdachtsmomente beim Kauf bekannt waren.

Ein Ende der Proteste ist nicht absehbar. „Dies ist der 45. Tag unserer Proteste, und es gibt kein Anzeichen dafür, dass sie aufhören werden“, sagte Naturschützer Trajce. Mit Dua Lipa hat die Bewegung nun ihre bislang bekannteste Unterstützerin gefunden.

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„Ich finde es so inspirierend zu sehen, wie sehr den Menschen die Sache am Herzen liegt“, sagte Lipa in ihrem Podcast „Service95 Book Club“. Dort sprach sie mit der albanischen Autorin und Politikwissenschaftlerin Lea Ypi über die Protestbewegung und die politische Entwicklung des Landes.

Dua Lipa wurde in London als Tochter kosovo-albanischer Eltern geboren und verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Pristina. Ihre Wortmeldung wurde von den Organisatoren der Proteste begeistert aufgenommen. Vor allem für viele junge Albaner sei die Sängerin ein Idol, sagte Aleksander Trajce von der Naturschutzorganisation PPNEA dem Guardian.

Dua Lipa kritisiert Gesetzesänderung

Die Kritik der 30-Jährigen richtet sich vor allem gegen das Vorgehen der albanischen Regierung. Das Parlament hatte im Dezember 2024 die gesetzlichen Bestimmungen geändert und damit Bauvorhaben in ökologisch sensiblen Gebieten erleichtert. „Was ich wirklich bedenklich finde, ist das Prinzip, dass die Regierung einfach das Gesetz ändern kann, um den Umweltschutz ohne jede öffentliche Konsultation aufzuheben“, sagte Lipa. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Kushner an der Gesetzesänderung beteiligt war.

Nach Angaben von Lipas Plattform Service95 ging es in dem Gespräch auch um die Frage, wem die wirtschaftliche Entwicklung Albaniens zugutekommt und wie Bürger politische Macht kontrollieren können. Die derzeitigen Demonstrationen seien die bedeutendsten seit dem Ende des Kommunismus.

Flamingos werden zum Symbol des Widerstands

Das von Kushners Investmentfirma Affinity Partners unterstützte Projekt sieht Luxushotels und Ferienanlagen auf der bislang unbewohnten Insel Sazan sowie an der Küste bei Zvërnec vor. Die Region gehört zum ökologisch wertvollen Feuchtgebiet Vjosa-Narta. Dort leben Flamingos, Mittelmeer-Mönchsrobben und Meeresschildkröten.

Die Flamingos sind inzwischen zum Symbol des Widerstands geworden. Demonstranten ziehen mit aufblasbaren und überdimensionalen Flamingo-Figuren durch Tirana. Auf ihren Plakaten stehen Sätze wie „Albanien steht nicht zum Verkauf“ und „Ich will kein Albanien wie Dubai“.

Die Proteste begannen Ende Mai, nachdem an dem geplanten Standort in Zvërnec Stacheldrahtzäune errichtet worden waren und Baumaschinen auftauchten. Bei Auseinandersetzungen mit privaten Sicherheitskräften wurden mehrere Menschen verletzt. Inzwischen demonstrieren seit mehr als sechs Wochen regelmäßig Tausende Menschen gegen das Projekt und die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama. Reuters

Regierung will Luxusprojekt durchsetzen

Rama verteidigt das Vorhaben als historische Investition und Chance für den albanischen Tourismus. „Es besteht absolut keine Möglichkeit, dass die Investition gestoppt wird, solange ich hier bin“, sagte der Regierungschef im Juni. Die Proteste richten sich mittlerweile auch gegen ihn persönlich.

Die Projektentwickler versichern, verantwortungsvoll vorzugehen. Ihr Ziel seien Umweltschutz, neue Arbeitsplätze und langfristige Vorteile für die örtliche Bevölkerung. Naturschützer bezweifeln dagegen, dass ein Tourismuskomplex dieser Größenordnung mit dem Schutz des Feuchtgebiets vereinbar ist.

Auch die Europäische Kommission hat Albanien aufgefordert, bei dem Projekt die Umweltvorschriften der Europäischen Union einzuhalten. Das Land ist Beitrittskandidat und strebt eine Aufnahme in die EU bis 2030 an.

Ermittlungen um Grundstücke des Resorts

Zusätzlichen politischen Sprengstoff liefert eine Untersuchung der albanischen Sonderstaatsanwaltschaft SPAK. Sie verdächtigt einen Geschäftsmann aus Miami, Eigentumsurkunden für Grundstücke gefälscht zu haben, die später für rund 110 Millionen Euro an eine am Resort beteiligte Gesellschaft verkauft wurden. Die Staatsanwaltschaft ließ das Geld auf einem Notarkonto einfrieren.

Der Geschäftsmann bestreitet die Vorwürfe. Gegen Kushner, die Projektentwickler oder andere Investoren wird in diesem Zusammenhang kein Fehlverhalten behauptet. Nach Recherchen von Reuters gibt es auch keine Hinweise darauf, dass ihnen die Verdachtsmomente beim Kauf bekannt waren.

Ein Ende der Proteste ist nicht absehbar. „Dies ist der 45. Tag unserer Proteste, und es gibt kein Anzeichen dafür, dass sie aufhören werden“, sagte Naturschützer Trajce. Mit Dua Lipa hat die Bewegung nun ihre bislang bekannteste Unterstützerin gefunden.

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