Punë në Gjermani

«Flamingo-Proteste» gegen Resort-Projekt Kushners halten an


Landesweite Demonstrationen in Städten.
 

Am Wochenende versammelten sich Zehntausende in Tirana und anderen Städten Albaniens erneut zu Kundgebungen gegen ein gigantisches Resort-Projekt von Jared Kushner und Ivanka Trump auf der Insel Sazan sowie an der angrenzenden Adria-Küste in einem idyllischen Naturschutzgebiet. Wahrzeichen der Demos sind dort beheimatete rosa Flamingos.

Die Demonstranten zogen mit Flamingo-Attrappen, albanischen Flaggen und Transparenten mit der Aufschrift «Albanien steht nicht zum Verkauf» durch die Hauptstadt zum Amtssitzes von Premierminister Edi Rama, forderten seinen Rücktritt und skandierten Parolen gegen die Regierung der Sozialistischen Partei. Am Sonntag kam es zu weiteren Protesten in der westlichen Stadt Vlora. Dort und in Tirana laufen seit über drei Wochen tägliche Demonstrationen.

Die wachsende Empörung der Bevölkerung richtet sich zwar gegen das Tourismusprojekt Kushners und dessen Frau, inzwischen aber auch gegen undurchsichtige Immobiliengeschäfte und mutmassliche Regierungskorruption allgemein. Premier Rama wies Rücktrittsforderungen zurück und gibt sich angeblich überzeugt, dass sich die Proteste gegen Kushners Beteiligung richten – und nicht etwa von ökologischen Bedenken getragen werden (Link).

Ivanka Trump bezeichnete das seit einigen Jahren diskutierte Projekt als «den Höhepunkt all meiner Erfahrungen in der Immobilienbranche, all meiner Reisen und vieler Überlegungen darüber, wie ich leben möchte – und wie ich glaube, dass immer mehr Menschen leben wollen.» Das Projekt soll 10.000 Hotelzimmer umfassen und liegt laut Kritikern in «einem der ökologisch sensibelsten Gebiete Europas». 

Zunächst kam die Regierung in Tirana dem Paar weit entgegen und änderte 2024 das Gesetz, um eine Bebauung in dem Nationalpark zu ermöglichen. Nach Trumps Wahlsieg im November 2024 verlieh die albanische Regierung der mit Kushner verbundenen Firma Atlantic Incubation Partners den Status eines «strategischen Investors» und ebnete damit den Weg für die erforderlichen Genehmigungen. Dies, ohne dass auch nur ein Geschäftsplan oder eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines Luxusresorts auf der unbewohnten Insel vorgelegen hätte, so der Bericht.

Jüngst bestätigte die albanische Sonderstaatsanwaltschaft für Korruption und organisierte Kriminalität (SPAK) Ermittlungen im Zusammenhang mit Kushners Projekt. Zuvor hatte das Balkan Investigative Reporting Network aufgedeckt, dass ein «Netzwerk zwielichtiger Personen und Unternehmen» in dem Projekt aktiv sei. 

Daneben haben 41 Umweltorganisationen aus 28 Ländern Rama aufgefordert, das Projekt zu stoppen. Das Resort stelle «ernsthafte Risiken für die Biodiversität und kritische Lebensräume in der Region» dar. Ende April genehmigte die Regierung die Errichtung eines Stacheldrahtzauns rund um die Küstenabschnitte des Resort-Geländes. Dadurch wurden kilometerlange Strandabschnitte für die Öffentlichkeit abgeriegelt. Zudem wurden schwere Baumaschinen herbeigeholt, um Zufahrtsstrassen anzulegen.

Die Chancen des Projektes bleiben unklar. Im Dezember scheiterte Kushners Plan, einen Trump Tower in Belgrad zu errichten, nachdem das Projekt in einen Korruptionsskandal um serbische Regierungsbeamte geraten war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Dokumente gefälscht zu haben, um den Denkmalschutz für das Baugelände für den Turm aufzuheben (Link).
 



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