
Vor Duell SUI-BIH – Albanischer Fussballjournalist: «Ich kenne keine bosnischen Fans» – Sport
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Sorgt auch im Ausland für Interesse
Granit Xhaka.
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Das Duell zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzegowina an der Fussball-WM 2026 interessiert auch in anderen Ländern. Gerade auf dem Balkan wird die Nati genau verfolgt. Am Rande einer Schweizer Medienkonferenz hat SRF Sport mit dem albanischen Fussballjournalisten Kristi Sejatllari gesprochen.
SRF Sport: Wie hoch ist das Interesse für die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft in albanischen Medien und bei den Menschen in Albanien?
Kristi Sejatllari: Albanische Medien verfolgen die Schweizer Nationalmannschaft mit grossem Interesse, insbesondere wenn es im Kader Spieler albanischer Herkunft gibt. Auch die albanische Öffentlichkeit schenkt den Spielen der Schweiz bei grossen internationalen Turnieren besondere Aufmerksamkeit.
Woher kommt die besondere Verbindung zwischen Albanien und der Schweiz?
Sie rührt hauptsächlich von der albanischen Diaspora in der Schweiz her, die eine der grössten albanischen Gemeinschaften in Europa ist. Viele albanische Familien leben dort seit Jahrzehnten und haben starke kulturelle, soziale und sportliche Bindungen zwischen den beiden Ländern geschaffen.
Welche Gefühle gibt es gegenüber der Schweizer Nationalmannschaft?
Im Allgemeinen sind sie positiv. Für viele Albaner wird die Schweiz als ein Land angesehen, das albanischen Einwanderern Möglichkeiten geboten hat. Und in der Nationalmannschaft haben Spieler mit albanischen Wurzeln grosse Erfolge erzielt.
Die Schweiz hatte früher noch mehr Spieler mit albanischen Wurzeln im Kader. Hat sich die Unterstützung im Laufe der Jahre geändert?
Die Unterstützung war besonders stark in der Zeit, als Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Valon Behrami, Blerim Dzemaili, Admir Mehmedi und andere Teil des Teams waren.
Welche Schweizer Spieler waren für die Albaner besonders?
Die beliebtesten sind oder waren Xhaka und Shaqiri aufgrund ihres Erfolgs mit der Schweiz. In jüngerer Zeit hat auch Ardon Jashari beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Die Spiele des 1. Spieltags
Jubeln die Albaner bei grossen Turnieren für die Schweiz?
Ja, viele Albaner unterstützen die Schweiz, wenn Albanien nicht am Turnier teilnimmt. Wenn Albanien dabei ist, steht natürlich die albanische Nationalmannschaft an erster Stelle, aber die Sympathie für die Schweiz bleibt stark.
Wie ist die Beziehung zwischen Albanien und den anderen Balkanländern wie Kroatien oder Bosnien-Herzegowina bei der aktuellen WM?
Albaner verfolgen die anderen Teams aus dem Balkan mit Interesse und unterstützen oft Mannschaften, die bekannte Spieler haben oder die Region positiv repräsentieren. Die sportlichen Beziehungen zu Kroatien sind im Allgemeinen gut, wie sich während der EURO 2024 in Deutschland zeigte, als Albanien auf Kroatien traf. Die Beziehungen zu Bosnien-Herzegowina sind komplizierter; wenn albanische Vereine in der Qualifikation der Conference oder Europa League auf bosnische Teams trafen, gab es gelegentlich Probleme mit den Fans.
Wer hat mehr Fans in Tirana: die Schweiz oder Bosnien-Herzegowina?
Höchstwahrscheinlich die Schweiz. Ich kenne keine bosnischen Fans.
