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Flamingo-Revolution in Albanien: Bisher größter Protest gegen Trump-Luxus-Resort in Tirana


Von&nbspNicoleta Drougka&nbsp&&nbspASSOCIATED PRESS, AFP, Euronews Albania

Zuerst veröffentlicht am

In Tirana hat es an diesem Wochenende die bisher größte Kundgebung gegen die Immobilien-Pläne der Familie Trump in Albanien gegeben. Zehntausende machten bei dem Protestmarsch mit. Zahlreiche Menschen, die eigentlich im Ausland leben, waren extra nach Albanien gereist, um die Protestbewegung zu unterstützen.


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Der “Flamingo” ist zum Symbol der Proteste geworden, weil die Luxus-Anlagen auf einer Insel und an der Küste gebaut werden sollen, die von Zugvögeln wie Rosa-Flamingos als Rastplätze genutzt werden.

Einer der Slogans der Protestbewegung lautet: “Albanien steht nicht zum Verkauf”.

Donald Trumps Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner hatten die unbewohnte malerische Insel auf einer Bootsfahrt entdeckt.

Dabei richtet sich der Protest der sogenannten “Flamingo-Revolution” nicht nur gegen den Bau eines Luxus-Resorts in einem Naturschutzgebiet. Viele fordern den Rücktritt des langjährigen sozialistischen Ministerpräsidenten Edi Rama, der das Immobilienprojekt vehement verteidigt.

Dabei hatte Brüssel die Einhaltung der EU-Umweltauflagen angemahnt – und Regierungschef Rama strebt den EU-Beitritt Albaniens an.

Viele Bürgerinnen und Bürger beklagen mangelnde Transparenz rund um das Ferienresort, das in unmittelbarer Nähe eines geschützten Feuchtgebiets entstehen soll.

Regierungschef Rama will mit dem Projekt reiche Touristen und Touristinnen anlocken und Albaniens Wirtschaft ankurbeln, Kritiker und Kriterinnen beklagen nicht nur die Intransparenz der Baupläne und sondern erheben auch Korruptionsvorwürfe.

Diaspora reist für Proteste nach Tirana

Nach der Massenkundgebung am Samstag übernachteten etliche Demonstrierende vor dem Büro des Regierungschefs. Viele von ihnen sind Albanerinnen und Albaner aus der Diaspora, die eigens für den Protest nach Tirana gereist waren.

Euronews Albania berichtete, es habe sich unter anderem um eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern gehandelt, die bereits einige Tage zuvor mit Privatfahrzeugen aus Großbritannien aufgebrochen waren, um an der Demonstration teilzunehmen.

Unterwegs schlossen sich dem Konvoi Landsleute aus Frankreich, Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Staaten an. Sie fuhren dann in Fahrzeug-Kolonnen gemeinsam nach Tirana.



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