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Protest gegen Kushner-Projekt: “Flamingo-Revolution” in Albanien schlägt in Gewalt um


Protest gegen Kushner-Projekt“Flamingo-Revolution” in Albanien schlägt in Gewalt um

02.07.2026, 20:52 Uhr

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4 Beamte und 15 Demonstranten wurden verletzt. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der Schwiegersohn von Donald Trump, Jared Kushner, will in Albanien ein Luxus-Ressort bauen – in einem Naturschutzgebiet. Die Politik verändert die Gesetze. Seither gehen Menschen auf die Straße. Nun kommt es zu Ausschreitungen.

Gegner eines Luxusimmobilien-Projekts in einem albanischen Naturschutzgebiet sind bei ihrem Protest in der Hauptstadt Tirana mit der Polizei zusammengestoßen. Die Demonstranten versuchten das Parlamentsgebäude zu blockieren und warfen Eier und Mehl gegen die Polizisten, wie albanische Medien berichteten. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Pfefferspray ein, um die Menge zurückzudrängen. Es kam zu Festnahmen, mehrere Menschen wurden verletzt.

Der Protest richtete sich gegen die geplante Verbauung von Teilen der Lagune von Narta im Delta des Flusses Vjosa durch amerikanische Investoren. Federführend ist dabei eine Firma von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. In der Bucht von Zvernec und auf der Insel Sazan sollen Luxushotels, Villenanlagen und Freizeiteinrichtungen entstehen.

Umweltschützer befürchten, dass das Vorhaben das sensible Ökosystem im Vjosa-Delta an der Adria nachhaltig beschädigen könnte. Dazu gehören etwa Rast- und Brutgebiete für Flamingos, Reiher und andere Vögel. In Tirana demonstrieren deshalb seit mehr als einem Monat an den Abenden jeweils Tausende Menschen. Die Medien sprechen inzwischen von einer “Flamingo-Revolution”.

18 Personen festgenommen

Der aktuelle Protest war erstmals tagsüber und zielte auf eine Blockade des Parlaments ab. Dabei wurden 18 Personen vorläufig festgenommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ATA unter Berufung auf die Polizei. 15 Polizisten und 4 Demonstranten wurden wegen Verletzungen in Krankenhäusern versorgt, schrieb die Agentur weiter.

Die Demonstranten verlangen außerdem den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama. Hinter seinem Beharren auf dem Projekt mutmaßen sie Korruption. Der sozialistische Politiker hatte vor knapp zwei Jahren das Gesetz zu Naturschutzgebieten verwässern lassen. Das ermöglicht es überhaupt, dass das Vjosa-Delta für den Luxus-Tourismus erschlossen werden kann.

Rama behauptet wiederum, dass derzeit noch gar keine Baugenehmigung vorläge. Tatsächlich aber waren Ende Mai Baumaschinen auf dem vorgesehenen Gelände aufgefahren, was die bis heute anhaltende Protestwelle ausgelöst hatte.

Quelle: ntv.de, als/dpa



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