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Außenministerin Meinl-Reisinger beim Europäischen Forum Alpbach: Albaniens Tempo bei EU-Integration verdient Anerkennung – BMEIA


Außenministerin Beate Meinl-Reisinger würdigte beim Europäischen Forum Alpbach am 30. August 2026 im Gespräch mit ihrem albanischen Amtskollegen Ferit Hoxha die Fortschritte Albaniens im EU-Integrationsprozess. Im November 2025 öffnete Albanien mit dem letzten Verhandlungscluster sämtliche 33 Kapitel, und das innerhalb von nur 13 Monaten. Damit zählt es zu den schnellsten Kandidatenländern der Region. Die albanische Regierung strebt nun einen Abschluss der Beitrittsverhandlungen bis Ende 2027 an.

Das Tempo, das Albanien im Beitrittsprozess vorgelegt hat, ist beeindruckend und verdient Anerkennung. Rechtsstaatlichkeit und der Schutz der Grund- und Freiheitsrechte sind dabei keine Formalität, sondern das Fundament, auf dem ein erfolgreicher EU-Beitritt und das Vertrauen der Bevölkerung ruhen. Ohne die Länder des Westbalkans ist die Europäische Union nicht vollständig. Erweiterung ist deshalb keine Gefälligkeit an die Region, sondern eine Investition in unsere eigene Sicherheit, in Arbeitsplätze und in wirtschaftliche Chancen. Der Westbalkan darf unter keinen Umständen zum Spielfeld anderer Mächte werden,

betonte Außenministerin Meinl-Reisinger.

Österreich gilt innerhalb der EU als treibende Kraft für den EU-Beitritt der Westbalkan-Staaten. Als Gründungsmitglied der “Friends of the Western Balkans” setzt sich Österreich gemeinsam mit gleichgesinnten EU-Mitgliedstaaten für eine rasche und glaubwürdige Erweiterungspolitik ein. Außenministerin Meinl-Reisinger legte dazu gemeinsam mit Tschechien, der Slowakei, Italien und Slowenien ein Arbeitspapier zur sektoriellen Integration vor. Konkrete Reformfortschritte sollen mit spürbaren Vorteilen für Bevölkerung und Unternehmen verbunden und die Beitrittskandidaten damit bereits vor der Vollmitgliedschaft schrittweise in ausgewählte Bereiche der EU integriert werden.

Wirtschaftlich zählt Österreich zu den wichtigen Investoren in Albanien, mit Schwerpunkten in den Bereichen Tourismus, Infrastruktur und erneuerbare Energien. Auch Umweltschutz ist ein wichtiger Bereich der bilateralen Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang sprach Außenministerin Meinl-Reisinger das Investitionsprojekt in Zvërnec an, das aufgrund seiner Lage in einem ökologisch bedeutsamen Küstenabschnitt des Mittelmeers in Albanien öffentlich diskutiert wird.

Österreich ist ein verlässlicher Partner Albaniens – wirtschaftlich wie politisch. Gerade weil uns diese Partnerschaft am Herzen liegt, ist es mir wichtig, dass Vorhaben wie jenes in Zvërnec mit voller Transparenz und unter Einbindung der Öffentlichkeit vorangetrieben werden. Das schafft Vertrauen und ist ganz im Sinne der europäischen Standards, zu denen sich Albanien auf seinem Weg in die EU bekennt,

so die Außenministerin.



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