
In Albanien testet Vodafone eine Mobilfunkantenne mit Roboterarm, was für kürzere Wartungszeiten und besseren Empfang sorgen soll
Weitere Standorte für die Technologie scheint Vodafone bereits ins Auge gefasst zu haben

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.
Vodafone arbeitet kontinuierlich daran, das eigene Netz zu verbessern. Laut diversen Nutzererfahrungen ist das auch nötig, denn in nicht wenigen Regionen besteht noch immer Nachholbedarf. Im vergangenen Jahr führte das Unternehmen Mobilfunkantennen mit satellitengestützten Sensoren ein. Dadurch lässt sich über GPS die Ausrichtung überprüfen. Nun folgt die nächste Innovation.
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Im albanischen Tirana testet Vodafone (GB00BH4HKS39) erstmals eine Mobilfunkantenne, die an einem Roboterarm hängt und sich automatisch ausrichten lässt. Das ließ das Unternehmen am Dienstag mitteilen. Verbessern will der Anbieter mit dieser Technologie den Empfang sowohl bei einer hohen Auslastung als auch bei schwierigen Wetterverhältnissen. Weitere Tests in anderen Regionen sollen folgen.
Natürlich kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Vodafone spricht davon, dass Mobilfunkmasten in Zukunft nicht nur mit einem Roboterarm, sondern auch einem „KI-Gehirn“ ausgestattet werden sollen. Entwickelt wurde ein eigener Algorithmus, welcher den von Humax hergestellten Roboterarm steuert. Im besten Fall reagiert letzterer dann automatisch auf eintretende Veränderungen, um stets für einen optimalen Empfang zu sorgen. Daraus würden sich im Vergleich zu bisherigen Ansätzen enorme Vorteile ergeben.
Vodafone: Antennenausrichtung im Schnelldurchlauf
Der Roboterarm soll für einen Ausrichtungsvorgang 20 bis 30 Minuten benötigen. Rasant klingt das zwar nicht, doch Vodafone vergleicht das Ganze mit klassischen Einsätzen von Technikern. Müssen solche auf einen Mast klettern, um Antennen per Hand zu justieren, kann das leicht Tage in Anspruch nehmen. Soll eine zusätzliche Antenne installiert werden, kann es aufgrund von Bürokratie auch leicht Wochen dauern. Versprochen werden für die Zukunft nun intelligentere Masten, die sehr direkt auf Veränderungen reagieren können.
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Beim Probelauf in Tirana will Vodafone tagsüber ein Einkaufszentrum in der Nähe versorgen, wo zu jener Zeit freilich viele Menschen unterwegs sind. Nachts, wenn die Pforten der Geschäfte schließen, wird die Antenne hingegen auf ein Wohngebiet ausgerichtet, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Es soll sich dabei auch nicht um die letzte Innovation zur Verbesserung der eigenen Netze handeln. Für die kommenden Monate hat Vodafone bereits weitere Neuigkeiten in Aussichte gestellt, etwa bewegliche Komponenten im Inneren von Antennen.
Zudem sollen weitere Tests zeitnah folgen und Vodafone sieht sich nach eigenem Bekunden bereits nach möglichen Standorten in Deutschland um, um die Antennen mit Roboterarmen in der Praxis einzusetzen. Werden dabei die erhofften Ergebnisse erzielt, könnte es dem Unternehmen einen nicht zu unterschätzenden Vorteil einbringen. Vielleicht könnte es auf dem wichtigen deutschen Markt auch dabei helfen, den Ruf des eigenen Netzes etwas zu verbessern.
Unbeeindruckte Aktionäre
Die Anteilseigner zeigen sich bisher allerdings noch wenig beeindruckt von der Vorstellung. Die Vodafone-Aktie musste am Dienstag Verluste hinnehmen, was den Kurs auf 1,34 Euro zurückbeförderte. Dort angekommen notiert der Titel zwar nicht auf katastrophalem, aber auch nicht auf sensationellem Niveau. Der Sektor steht insgesamt dezent unter Druck und es braucht mehr als ein paar technische Spielereien mit KI, um die Bullen wieder mehr aus der Deckung locken zu können.
Spannend wird es in dieser Hinsicht schon sehr bald werden, denn in der kommenden Woche steht bei Vodafone ein Trading Update zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres an. Dann wird sich zeigen, ob der Konzern zuletzt wieder erfolgreiche damit war, neue Kunden anzuwerben und gestiegene Kosten zu schultern. Das wird sehr wahrscheinlich spürbarere Auswirkungen auf den Aktienkurs haben als technologische Fortschritte. Solche sind zwar nicht uninteressant, doch mögliche Effekte auf die Bilanzen sind eher von langfristiger und abstrakter Natur.
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22.07.2026 – Andreas Göttling-Daxenbichler

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